1. bis 3. Preis - ein Mostplutzer der Scheibbser Keramik
Jung und dynamisch:
Mit mentaler Stärke zum Vizeweltmeister:
Andreas Julius Fasching
Kam, sah und siegte:
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Weltrekord bei erster Plutzerblas-WM
Monatelang hatten sich die Athleten und Athletinnen auf den Höhepunkt des Sportjahres im Mostviertel vorbereitet: die erste WM im Plutzerblasen. Beim Heign in da Leitn gwinnst gnua Lungenvolumen meinte Bio-Landwirt Franz Schaufler selbstbewusst. Andere TeilnehmerInnen schwörten auf regelmäßiges Schwimmen, Jodlersingen oder Kettenrauchen als beste Trainingsmethoden. Schon beim obligatorischen Einplutzern steckten die KonkurrentInnen das Feld ab. Hier überzeugte erwartungsgemäß Franz Schaufler bis wie aus dem Nichts Max Eibner auftauchte und die Konkurrenz mit dem ersten Schuss über 8 Meter in den Boden plutzerte. Doch wie so oft kam es dann im Wettkampf ganz anders. Souverän schoss sich Georg Grassberger, bekannter Anführer der Heuberger Autonomiebewegung und Plutzersportpionier mit einem 8.49 m-Blow an die Spitze. (Das Einplutzern hatte er selbstsicher ausgelassen!). Trotz guter Haltungsnoten konnte Max Eibner seine Trainingsleistungen nicht annähernd erreichen. Mit unbeugsamen Siegeswillen katapultierte dann Franz Schaufler den Pfropfen auf die neue offizielle Weltrekordweite von 8.88 m und ging so als Führender in den zweiten Wertungsdurchgang. Dieser verzögerte sich aufgrund eines Schlechtwettereinbruchs. Die AthletInnen und ihre Teams nutzten die Zeit zu einem eingehenden Tuning ihrer Plutzer und Korken - immer unter strenger Aufsicht der IPSA, die die Wettkampfgeräte auf Regelkonformität untersuchte. Der zweite Durchgang brachte den Knalleffekt Völlig unvermittelt beförderte Albert Felbauer - ein bis dahin unbeschriebenes Blatt aus Wiener Neudorf - den Verschluss auf die unglaubliche Weite von 10.48m. Weltrekord! Die Konkurrenz allerdings ließ sich dadurch in keinster Weise demoralisieren und hielt mit Routine und Konstanz Felbauer zunächst auf Distanz. So lautete das Ergebnis nach zwei Wertungsdurchgängen: Schaufler vor Grassberger und Felbauer. An dieser Stelle steht es an die famose Leistung der Haltungsrichter El Awadalla (Burgenland) und Christian Mock (Südtirol) zu würdigen. Trotz mehrmaliger ( unwürdiger und teilweise unfreiwillig komischer) Anbiederungsversuche einiger Teilnehmer bewahrten sie Ruhe. Sie beurteilten die Haltung der WettkämpferInnen objektiv und immer im Einklang mit den altehrwürdigen Traditionen des Plutzersports. Allerdings kritisierten sie auch das Reglement. Die Haltungsnoten würden einen viel zu geringen Anteil an der Gesamtnote ausmachen und so ästhetisch orientierte PlutzerInnen benachteiligen - eine Anregung die die IPSA gerne aufnahm. Zurück zum Wettbewerb. Wie erwähnt war der Ausgang vor dem dritten Wertungsdurchgang vollkommen offen. (Das schlechteste der drei Ergebnisse wurde gestrichen). Unerwartet rollte Andreas Julius Fasching das Feld von hinten auf. Lag er im ersten Durchgang noch im unteren Mittelfeld, hatte er im zweiten Durchgang mit einem 8.15m-Blow aufhorchen lassen und schlich sich unbemerkt auf dem 4. Zwischenrang ein. Im Entscheidungsdurchgang konnte er sich dann noch auf 9.48m steigern, die drittgrößte Weite an diesem Tag überhaupt. Trotz einer von Konkurrenten losgetretenen Schmutzkübekampagne bestand er alle folgenden Dopingtests und technischen Kontrollen und holte so den Vizeweltmeistertitel ins Mostviertel. Bravo Fasching! Dann Felbauers finaler Blow: 9.80m! Zweitbeste Tagesweite. Würden Grassberger und Schaufler dagegenhalten können? Zunächst Grassberger: ein guter, aber letztendlich zu kurzer 5.94m-Schuss ließen seine Medaillenhoffnungen schwinden und brachten die aufgestauten Emotionen zum Ausbruch als er seinen geliebten Wettkampfplutzer enttäuscht in den Sand der Heimat schleuderte. Zuletzt Schaufler: Lange und konzentriert las er den Wind und das Feld und baute eine deutlich spürbare Spannung auf. Ganz so wie ein mongolischer Reflexbogen. Er ließ den Korken ziehen: 7.11m. Zu kurz für den Sieg! Platz 3 als Endresultat. Der Titel geht ins Industrieviertel! Trotz kleiner Enttäuschungen blieb die Fairness im Vordergrund. Felbauers Leistung schwebte unerreichbar wie ein Mariazeller Marienbild über dem Rest der Konkurrenz. Schmerzlich nur, dass der erste Weltmeistertitel nicht ins Mostviertel ging. Mir hat die Technik zum Sieg verholfen, meinte Felbauer bei der Siegerehrung bescheiden. Ein weiterer Diskusionspunkt war die geringe Frauenbeteiligung, beziehungsweise die Platzierungen der Teilnehmerinnen erst ab Platz 8. Dazu Rosa Luchsenburg vom Weltverband der Plutzerinnen: "Die hier herrschende Quotenlosigkeit ist ein Skandal ! Außerdem sind Frauen durch ihr im Durchschnitt um 0,5 Liter geringeres Lungenvolumen benachteiligt." Luchsenburg kündigte diesbezüglich eine Klage gegen die Evolution beim internationalen Gerichtshof in Den Haag an. Weiters wird vehement die Einführung einer eigenen Damenwertung gefordert. Die IPSA signalisierte dahingehend bereits Gesprächsbereitschaft. Fasching wiederum ortet Probleme bei der Jugendarbeit im Mostviertel: Kein Wunder, dass die Jugend zu wenig plutzert, wenn die Kids schon ab 5 Fußball spielen müssen. Viele kennen das Wort Plutzer nur noch als abwertende Bezeichnung für Kopf! Zeltfestraufereien selbst unter JVPlern sind die Folge eines zunehmenden Werteverfalles und einer fehlgeleiten Sportlichkeit. Fasching ruft den Raiffeisenverband und die Landesregierung auf, sofort und nachhaltig einzuschreiten. Doch die Hoffnung lebt. Und die nächste WM kommt bestimmt. Das Mostviertel wird zurückplutzern! 1.Weltmeisterschaft im Plutzerblasen in Gresten am 22.9.2009 offizielles Endergebnis der besten 10
D - steht für Disqualifikation wegen zu hohem Lungenvolumen oder Verwendung der Worte "blasen" oder "Bläserin" |
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