1. bis 3. Preis - ein Mostplutzer der Scheibbser Kaeramik 1. bis 3. Preis - ein Mostplutzer der Scheibbser Keramik
Schaufler Franz Jung und dynamisch:
Publikumsliebling
Franz Schaufler
Grassberger Georg
Druckabfall:" Blecherne" für
Georg Grassberger
El Awadalla & Christian Mock
Die Unbestechlichen:
El Awadalla & Christian Mock

Fasching Andreas
Mit mentaler Stärke zum Vizeweltmeister:
Andreas Julius Fasching

Felbauer Albert Kam, sah und siegte:
Supertalent Felbauer
Elisabeth Grassberger Männerdomäne Plutzersport ?
Weltbeste Plutzerin
Elisabeth Grassberger

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Weltrekord bei erster Plutzerblas-WM



Schwerathletik/ Ein Schuss über 10m und ein bis zum Schluss
spannender Wettbewerb begeisterte das Publikum in Gresten



Monatelang hatten sich die Athleten und Athletinnen auf den
Höhepunkt des Sportjahres im Mostviertel vorbereitet:
die erste WM im Plutzerblasen.
„Beim Heig‘n in da Leitn gwinnst g‘nua Lungenvolumen“
meinte Bio-Landwirt Franz Schaufler selbstbewusst.
Andere TeilnehmerInnen schwörten auf regelmäßiges Schwimmen,
Jodlersingen oder Kettenrauchen als beste Trainingsmethoden.

Schon beim obligatorischen Einplutzern steckten die KonkurrentInnen
das Feld ab. Hier überzeugte erwartungsgemäß Franz Schaufler bis
wie aus dem Nichts Max Eibner auftauchte und die Konkurrenz mit
dem ersten Schuss über 8 Meter in den Boden plutzerte.

Doch wie so oft kam es dann im Wettkampf ganz anders.

Souverän schoss sich Georg Grassberger, bekannter Anführer der
Heuberger Autonomiebewegung und Plutzersportpionier mit einem
8.49 m-Blow an die Spitze.
(Das Einplutzern hatte er selbstsicher ausgelassen!).
Trotz guter Haltungsnoten konnte Max Eibner seine
Trainingsleistungen nicht annähernd erreichen.
Mit unbeugsamen Siegeswillen katapultierte dann Franz Schaufler
den Pfropfen auf die neue offizielle Weltrekordweite von 8.88 m und
ging so als Führender in den zweiten Wertungsdurchgang.

Dieser verzögerte sich aufgrund eines Schlechtwettereinbruchs.
Die AthletInnen und ihre Teams nutzten die Zeit zu einem eingehenden
Tuning ihrer Plutzer und Korken - immer unter strenger Aufsicht der
IPSA, die die Wettkampfgeräte auf Regelkonformität untersuchte.

Der zweite Durchgang brachte den Knalleffekt

Völlig unvermittelt beförderte Albert Felbauer - ein bis dahin
unbeschriebenes Blatt aus Wiener Neudorf - den Verschluss auf die
unglaubliche Weite von 10.48m.     Weltrekord!
Die Konkurrenz allerdings ließ sich dadurch in keinster Weise
demoralisieren und hielt mit Routine und Konstanz Felbauer
zunächst auf Distanz.

So lautete das Ergebnis nach zwei Wertungsdurchgängen:

Schaufler vor Grassberger und Felbauer.

An dieser Stelle steht es an die famose Leistung der Haltungsrichter
El Awadalla (Burgenland) und Christian Mock (Südtirol) zu würdigen.
Trotz mehrmaliger ( unwürdiger und teilweise unfreiwillig komischer)
Anbiederungsversuche einiger Teilnehmer bewahrten sie Ruhe.
Sie beurteilten die Haltung der WettkämpferInnen objektiv und immer
im Einklang mit den altehrwürdigen Traditionen des Plutzersports.
Allerdings kritisierten sie auch das Reglement.
Die Haltungsnoten würden einen viel zu geringen Anteil an der
Gesamtnote ausmachen und so ästhetisch orientierte PlutzerInnen
benachteiligen - eine Anregung die die IPSA gerne aufnahm.

Zurück zum Wettbewerb.

Wie erwähnt war der Ausgang vor dem dritten Wertungsdurchgang
vollkommen offen.
(Das schlechteste der drei Ergebnisse wurde gestrichen).
Unerwartet rollte Andreas Julius Fasching das Feld von hinten auf.
Lag er im ersten Durchgang noch im unteren Mittelfeld, hatte er im
zweiten Durchgang mit einem 8.15m-Blow aufhorchen lassen und
schlich sich unbemerkt auf dem 4. Zwischenrang ein.
Im Entscheidungsdurchgang konnte er sich dann noch auf 9.48m
steigern, die drittgrößte Weite an diesem Tag überhaupt.
Trotz einer von Konkurrenten losgetretenen Schmutzkübekampagne
bestand er alle folgenden Dopingtests und technischen Kontrollen und
holte so den Vizeweltmeistertitel ins Mostviertel.
Bravo Fasching!

Dann Felbauer‘s finaler Blow: 9.80m! Zweitbeste Tagesweite.
Würden Grassberger und Schaufler dagegenhalten können?
Zunächst Grassberger: ein guter, aber letztendlich zu kurzer
5.94m-Schuss ließen seine Medaillenhoffnungen schwinden
und brachten die aufgestauten Emotionen zum Ausbruch als
er seinen geliebten Wettkampfplutzer enttäuscht in den Sand
der Heimat schleuderte.
Zuletzt Schaufler: Lange und konzentriert las er den Wind und
das Feld und baute eine deutlich spürbare Spannung auf.
Ganz so wie ein mongolischer Reflexbogen.
Er ließ den Korken ziehen: 7.11m. Zu kurz für den Sieg!
Platz 3 als Endresultat.

Der Titel geht ins Industrieviertel!

Trotz kleiner Enttäuschungen blieb die Fairness im Vordergrund.
Felbauers Leistung schwebte unerreichbar wie ein Mariazeller
Marienbild über dem Rest der Konkurrenz.
Schmerzlich nur, dass der erste Weltmeistertitel nicht ins
Mostviertel ging.
„Mir hat die Technik zum Sieg verholfen“, meinte Felbauer bei
der Siegerehrung bescheiden.

Ein weiterer Diskusionspunkt war die geringe Frauenbeteiligung,
beziehungsweise die Platzierungen der Teilnehmerinnen erst
ab Platz 8.
Dazu Rosa Luchsenburg vom Weltverband der Plutzerinnen:
"Die hier herrschende Quotenlosigkeit ist ein Skandal !
Außerdem sind Frauen durch ihr im Durchschnitt um 0,5 Liter
geringeres Lungenvolumen benachteiligt."
Luchsenburg kündigte diesbezüglich eine Klage gegen die
Evolution beim internationalen Gerichtshof in Den Haag an.
Weiters wird vehement die Einführung einer eigenen
Damenwertung
gefordert.
Die IPSA signalisierte dahingehend bereits Gesprächsbereitschaft.

Fasching wiederum ortet Probleme bei der Jugendarbeit im
Mostviertel: „Kein Wunder, dass die Jugend zu wenig plutzert,
wenn die Kids schon ab 5 Fußball spielen müssen. Viele kennen
das Wort Plutzer nur noch als abwertende Bezeichnung für Kopf!
Zeltfestraufereien selbst unter JVPlern sind die Folge eines
zunehmenden Werteverfalles und einer fehlgeleiten Sportlichkeit.“

Fasching ruft den Raiffeisenverband und die Landesregierung auf,
sofort und nachhaltig einzuschreiten.

Doch die Hoffnung lebt. Und die nächste WM kommt bestimmt.
Das Mostviertel wird zurückplutzern!



1.Weltmeisterschaft im Plutzerblasen in Gresten am 22.9.2009
offizielles Endergebnis der besten 10




Platz Name Verein Punkte
 1. Felbauer Albert Wr.Neudorfer PV 2.053
 2. Fasching Andreas J. LOK Ybbsbach 1.824
 3. Schaufler Franz Spartak Scheibbsbach 1.653
 4. Grassberger Georg Roter Stern Heuberg 1.488
 5. Eibner Maximilian Dynamo Neustift 1.170
 6. Kogler Günther Traktor Rogatsboden 1.086
 7. Ganster Dieter DDSG Landstraße    953
 8. Grassberger Elisabeth Roter Stern Heuberg    750
 9. Kienast Helga APV Brunnenmarkt    610
10. Musil Andrea Spartak Scheibbsbach    522


Inoffizielle Wertung des Weltverbandes der Plutzinnen:

Platz Name Verein Punkte
 1. Grassberger Elisabeth Roter Stern Heuberg    750
 2. Kienast Helga APV Brunnenmarkt    610
 3. Musil Andrea Spartak Scheibbsbach    522
 D Felbauer Albert Wr.Neudorfer PV 2.053
 D Fasching Andreas J. LOK Ybbsbach 1.824
 D Schaufler Franz Spartak Scheibbsbach 1.653
 D Grassberger Georg Roter Stern Heuberg 1.488
 D Eibner Maximilian Dynamo Neustift 1.170
 D Kogler Günther Traktor Rogatsboden 1.086
 D Ganster Dieter DDSG Landstraße    953

D - steht für Disqualifikation wegen zu hohem Lungenvolumen oder
      Verwendung der Worte "blasen"   oder "Bläserin"  


Kontakt: Kulturverein BAHÖÖ     tel: 0699/1954 10 88          mail:bahoe@kuitour.at   
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